Hundesitter

Zahlt die Hundehaftpflichtversicherung wenn Bello einen Schaden verursacht?

Wer haftet, wenn Bello einen Schaden verursacht?

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Es kommt vor, dass man für die Betreuung des geliebten Vierbeiners eine andere Person benötigt, weil man beispielsweise den Hund nicht mitnehmen kann in den Urlaub oder ins Krankenhaus.  Mit der Übergabe des Tieres, geht aber auch das Haftungsrisiko auf die Betreuungsperson über. Daher sollte im Vorfeld das mögliche Risiko bekannt sein und evtl. Maßnahmen vorgenommen werden.

Die betreuende Person trägt die Verantwortung

Laut dem Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) ist die Person für den Hund verantwortlich, der die Aufsicht und/oder Führung übernimmt. Diese Person muss demnach auch für jegliche Schäden, die durch das Tier entstanden sind haften. Die Übernahme der Verantwortung muss dabei nicht schriftlich festgehalten werden, sondern kann auch stillschweigend erfolgen. Es ist ausreichend, wenn der Hundehalter sein Tier dem Betreuer für eine gewisse Zeit übergibt. Das Einverständnis des Betreuers ist selbstverständlich vorausgesetzt. Kommt eine Haftung des Hundesitters zum Tragen, setzt dies eine Verschulden voraus. Der Hundesitter muss den Schaden mitverantworten, wenn er seiner Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen ist. Die erforderliche Sorgfaltspflicht hängt allerdings vom Einzelfall ab.  Diese richtet sich sowohl nach den Eigenarten des Hundes als auch der vorherrschenden Situation. Beispielsweise liegt mangelnde Sorgfaltspflicht vor, wenn der Hund ohne Leine unterwegs ist obwohl dieser nicht folgt bzw. gerne mal abhaut. Verursacht der Vierbeiner in so einer Situation einen Verkehrsunfall muss die Aufsichtsperson haften.

Mitschuld?

Aber auch die geschädigte Person kann eine Mitschuld tragen. Hat die geschädigte Person den Hund gereizt? Oder fuhr die, im Falle eines Verkehrsunfalls, zu schnell? Ebenso kann eine Haftung ausbleiben, wenn das Tier den Schaden auch dann verursacht hätte, sofern die Sorgfaltspflicht im vollen Maße erfüllt gewesen wäre. Allerdings muss jeweils die Aufsichtsperson den Entlastungsbeweis erbringen und nicht etwa der Geschädigte. Bleibt bei diesen Bemühungen der Erfolg aus, muss er dennoch für den Schaden haften. Abhilfe könnte evtl. eine private Haftpflichtversicherung verschaffen. Daher ist es ratsam im Vorfeld bei der Versicherungsgesellschaft nachzufragen wie der Versicherungsschutz ausschaut im Falle der Betreuung eines fremden Tieres.

Halter und Betreuer können haften

Im deutschen Recht ist eine gesamtschuldnerische Haftung festgelegt. Das bedeutet, dass eine geschädigte Person sowohl vom Halter als auch Betreuer jeweils den ganzen oder teilweisen Schadenersatz fordern kann. Allerdings kann der Geschädigte nur einmal den gesamten Schaden fordern. Betreuer und Halter können interne Absprachen treffen, wie im Fall eines Schadens verfahren werden soll. Dabei kann beispielsweise der Halter zusagen, dass er für jegliche Schäden durch den Hund alleine aufkommt oder man einigt sich auf eine prozentuale Aufteilung. Besteht keine spezielle Absprache, geht man im Allgemeinen davon aus, dass beide zu gleichen Teilen haften.

Tierhaftpflichtversicherungen

Der Abschluss einer Tierhaftpflichtversicherung kann sowohl Halter als auch Betreuer vor Schadensersatzansprüchen schützen.
Dabei sollte beim Vertragsabschluss darauf geachtet werden, dass auch die sog. Fremdhütung abgedeckt ist. Als Fremdhüter werden Tierbetreuer bezeichnet, die während einer Abwesenheit des Halters das Tier beaufsichtigt und betreut. Allerdings muss diese Betreuung unentgeltlich erfolgen.  Wer als Betreuungsperson sicher gehen will, lässt sich vom Tierhalter entsprechende Dokumente vorlegen bevor die Verantwortung für das Tier übernommen wird.

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