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Hundesteuer

 

Die Hundesteuer wird von den Gemeinden in Deutschland erhoben und ist von jedem Hundehalter zu entrichten. Sie wird einmalig im Jahr, wie die Kfz-Steuer, fällig. In Deutschland wird nur das Halten von Hunden besteuert. Katzen, Pferde, Meerschweinchen usw. sind steuerfrei.

Hundesteuer befreien

Von der Hundesteuer befreit sind oftmals gewerbliche Hundehalter, die beispielsweise eine Zucht betreiben. Für die Zuchttiere und Welpen werden dann keine Steuer erhoben oder nur sehr geringe.
Ebenso sind Jagd-, Hüte- und Blindenhunde als auch die Diensthunde von Polizei und Rettungsdienst häufig befreit oder unterliegen zumindest einem deutlich reduzierten Steuersatz. Aber auch diese Zugeständnisse an Hundehalter hängen von der jeweiligen Gemeinde ab.

Wie hoch ist die Hundesteuer?

Die Höhe der Hundesteuer variiert beträchtlich, da jede Gemeinde die Höhe selber festlegen darf. Dabei ist die Berechnung der Steuer vollkommen unabhängig vom Einkommen des Halters. Bei der Berechnung der Hundesteuer werden die Anzahl der Hunde als auch die Rasse berücksichtigt. Die Rasse wird u.U. in der Steuerfestsetzung nicht nur berücksichtigt, wenn es sich dabei um einen gelisteten Kampfhund handelt. Viele Gemeinden unterscheiden im eigenen Ermessen auch nach der Rassengröße. Dann wird ein kleiner Hund wie ein Chihuahua günstiger besteuert als eine große Rasse wie beispielsweise eine Dogge.

Steuersatz

Für gewöhnlich wird ein zweiter oder sogar dritter Hund höher besteuert als der erste. Dieser erhöhte Steuersatz kann ein beträchtliches Ausmaß annehmen. Eine definierte Obergrenze für Hundesteuer existiert nicht. Hier liegt der Spielraum im Grunde völlig frei bei den einzelnen Gemeinden. Allerdings wurde vom obersten Gerichtshof bereits signalisiert, dass eine Steuer von € 2.000 für einen Hund nicht zulässig sei. Zieht ein Hundebesitzer während eines Steuerjahres um, wird die Steuer anteilig erstattet. Am neuen Wohnort wird dann ein neuer Steuerbescheid für ein volles Kalenderjahr ausgestellt.

Gefährliche Rassen werden höher besteuert

Die Steuer für einen gelisteten und als gefährliche Rasse eingestuften Hund kann um ein Vielfaches höher liegen als für einen „Schmusehund“. Dabei existiert keine einheitliche Liste für Deutschland. Vielmehr liegt dies im Ermessen des Landesgesetzgebers, welche Hunde dieser als gefährlich und angriffslustig einstuft.

Verwendung der Hundesteuer

Die Gemeinden können vollkommen frei über die eingenommene Hundesteuer verfügen. Es ist eine Fehlannahme, dass die Steuer zur Beseitigung von hündischen Hinterlassenschaften verwendet werden muss oder gar eine Hundewiese anzulegen. Vielmehr werden die Hundebesitzer mit Geldbußen belegt, wenn diese die Kothaufen ihrer Lieblinge nicht sofort selber beseitigen. Kurzum: Die Steuer muss nicht dem Hund oder Herrchen zugute kommen. Die Gemeinde kann beispielsweise mit den Einnahmen Haushaltslöcher stopfen, Straßen ausbessern oder Kindergartenplätze schaffen.

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