Hundesitter

Hundesitter

  • Hundesitter von der Steuer absetzen

    hund-steuerDie Betreuung des Hundes durch einen Hundesitter kostet den Hundehalter Geld. Während des Jahres kommt oft eine stattliche Summe heraus, welche der Hundehalter steuerlich geltend will. Allerdings gibt es verschiedene Regeln. Diese besagen, dass die Kosten für den Hundesitter nicht vollständig, sondern nur begrenzt absetzbar sind.Als haushaltsnahe Dienstleistung ist die Hundebetreuung nur absetzbar, wenn der Hundesitter in der Wohnung des Hundehalters das Tier während der Abwesenheit des Hundehalters versorgt. Sobald der Hundesitter seine Aufgabe außerhalb der Wohnung des Steuerpflichtigen ausübt, fällt dies nach dem Urteil des Finanzgerichts Münster nicht mehr unter haushaltsnahe Dienstleistungen (Az. 14 K 2289/11 E). Das Gericht stellt in seinem Urteil klar, dass alle Dienstleistungen für den Hund des Hundehalters nur dann haushaltsnahe Dienstleistungen sind, wenn diese im Haushalt des Steuerpflichtigen stattfinden. Eine steuerliche Geltendmachung der Kosten für den Hundesitter scheitert, wenn der Hundesitter seine Dienstleistung nicht im Haushalt des Steuerpflichtigen erbringt.

    Entscheidung

    Das Gericht entschied, dass es sich bei der Tätigkeit eines Hundesitters zwar um eine haushaltsnahe Dienstleistung handelt, da dieser die Tätigkeiten übernimmt, welche in der Regel dem Steuerpflichtigen oder seiner Familien zuzuordnen sind. Allerdings muss die Betreuung im Hause des Steuerpflichtigen stattfinden. Der Hund bleibt in der Wohnung des Halters, der Hundesitter, mit angemeldetem Gewerbe, hat vom Steuerpflichtigen die Erlaubnis das Haus zu betreten und in den Räumen des Halters das Tier zu versorgen, zum Gassi gehen abzuholen und wieder zurück zu bringen. Sobald die Betreuung des Tieres im Haus oder auf dem Grundstück von einem angemeldeten Unternehmen betreut wird, kann der Steuerpflichtige 20 Prozent, höchstens jedoch 4.000 Euro als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend machen.

  • Hundehalter suchen immer wieder nach einer Hundebetreuung

    Berufstätige Hundehalter stehen vor dem Problem, wer den Hund während der Abwesenheit des Halters betreut. Hundesitter sind die Lösung; Hundesitter ist ein Dienstleistungsberuf, der sich immer mehr in Deutschland etabliert. Für Hundehalter stellen sich viele Fragen, bevor sie sich für einen bestimmten Hundesitter entscheiden.

    Werde Hundesitter

    Hundesitter werden: welche Ausbildung?

    Die meisten Fragen beschäftigen sich mit der Erfahrung des Hundesitters und ob dieser eine besondere Ausbildung, beispielsweise als Tierpfleger hat und / oder an Fortbildungen teilgenommen hat. Welche Aufgaben übernimmt der Hundesitter? Bleibt es beim bloßen Gassi gehen, oder ist er auch in der Lage, den Hund den ganzen Tag zu versorgen, ihn zu füttern, pflegen und ihm die notwendigen Medikamente zu geben? Je umfangreicher das Aufgabengebiet des Hundesitters abgesteckt wird, desto höhe sind die Kosten, die auf den Hundehalter zukommen.

    Tierhalter Haftpflicht

    Eine der wichtigen Fragen beschäftigt sich mit der Tierhaftpflicht. Ist ein Hundesitter professionell tätig, sollte er in Besitz einer Tierhaftpflichtversicherung sein. Auch die Frage, ob es einen Ersatz gibt, wenn der Hundesitter krank oder im Urlaub ist, gehört zu den wichtigen Fragen. Ebenfalls von Bedeutung ist die Honorarfrage. Im Idealfall verfassen beide Parteien einen schriftlichen Vertrag.
    Sobald der Hundehalter einen Hundesitter ausgewählt hat, sind die Regeln klarzustellen. Hunde sind wie Kinder; sie versuchen ihren Willen durchzusetzen und Regeln zu umgehen. Der Hundesitter wird vom Hundehalter über die Regeln aufgeklärt, die der Hund einzuhalten hat. Darf er beim Hundehalter nicht auf das Sofa, ist dies beim Hundesitter ebenfalls verboten. Diese Regeln sind umso wichtiger, wenn der Hundesitter das Tier betreut, während der Halter im Urlaub oder auf Geschäftsreise ist.

  • 3000 begeisterte Zuschauer bejubeln Martin Rütter

    Therapiehund

    Vergangenen Dienstag, den 01. De. 2015, konnte der Hundetrainer mit seinem Bühnenprogramm „Nachsitzen“ das Publikum überzeugen.  Die rund 3000 Gäste in der Helios-Arena in Villigen-Schwennigen erlebten einen Martin Rütter, der energiegeladen mit Witz und einer guten Portion Weisheit überzeugte.

    Der Hundeprofi

    Bereits das Bühnenbild, ein Klassenzimmer mit riesigen Plüschhunden, die die Schulbank drückten, ließ vermuten worum es bei dem Programm geht. Doch schnell wurde klar, dass das eigentliche Problem bei sog. Problemhunden sich meistens am anderen Ende der Leine befindet.
    Als Martin Rütter die Einstiegfrage: „Wer hat einen Hund?“ stellte, erhob sich ein wahres Händemeer. Zum Vergnügen der anwesenden Damen verkündete der bekannte Hundetrainer, dass er viele Männer sähe und er deswegen in kleinen Schritten vorangehen würde.
    Mit „Erfahrungsberichten“ aus seiner Arbeit brachte er die Besucher nicht nur zum Lachen, sondern gleichermaßen zum Nachdenken. So berichtete der Hundetrainer, dass er immer wieder von Hundebesitzern gefragt werden würde, ob der Hund hochbegabt sie oder vielleicht ADHS habe. Darauf antwortet Martin Rütter stets, dass er den Hund persönlich kennenlernen müsse. Und im gleichen Atemzug erklärte er den Zuschauern, dass es darauf im Grunde gar nicht ankäme. Jeder Hund kenne sein Herrchen oder Frauchen spätestens nach drei Wochen in- und auswendig.
    Und was passiert, wenn Herrchen oder Frauchen sich zum Welpen hinunterbeugen und in Babysprache immer wiederholen „Ei wo isser denn, der gute Kleine“?
    Der Hund denkt dann schon: „Wie blöd kann man sein, ich sitze doch vor dir.“
    Aber auch praktische Erziehungstipps bzw. Umgangstipps kamen bei dem gut 3-stündigen Programm nicht zu kurz. Der Experte empfiehlt bei Hunden, die nicht alleine bleiben können, sich 80-mal am Tag mit Jacke usw. anzuziehen, gehen und nach 30 Sekunden das Haus wieder betreten. Irgendwann versteht jeder Hund, dass man ja wiederkäme.

    Hundetrainer mit Witz

    Immer wieder führt der Hundetrainer mit Charme und Witz an wie sehr Hundebesitzer ihre Lieblinge doch vermenschlichen würden. Dabei schafft es Martin Rütter auf erfrischende und doch ehrliche Art die Wahrheit ans Licht zu bringen.  Nicht immer waren sich die Gäste sicher, ob sie gerade vom Experten verschaukelt wurden oder ob dieser das ernst meinte. Daher applaudierten diese zeitweilig doch sehr verhalten, größtenteils verfehlte Martin Rütters Auftritt seine Wirkung jedoch nicht. Gegen Ende bringt Rütter seine Verkaufsgags wie beispielsweise Denkmützen für Hunde. Daraufhin wird ein Bild der eigenen Komiker-Hunde mit eben diesen gezeigt und sehr langen Hundegesichert. Das Publikum klopft sich auf die Schenkel und die Arena ist erfüllt von Lachen, während sich der seit 1990 durch Fernsehauftritte und Shows bekannte Hundetrainer verabschiedet.

     

    Quelle: http://www.suedkurier.de/region/schwarzwald-baar-heuberg/villingen-schwenningen/Hundetrainer-Martin-Ruetter-begeistert-Publikum-in-Helios-Arena;art372541,8353570

  • Was bedeutet Gassi gehen?

    Gassi gehen

    hundefutter test

    Auch wenn im Internet die Suche nach Hundesitter, Dog Sitter und Dog Walker schwierig ist, vereinfachen die Begriffe "Gassi gehen" die Suche erheblich. Unter diesen Begriffen gibt es eine ganze Reihe "Suchmaschinen", die sich auf Hundesitting spezialisiert haben. Allein in der Umgebung von Stuttgart sind 128 Hundesitter auf einer Website registriert, die mit dem Hund Gassi gehen. Und für den Raum München stehen 153 Hundesitter zum Gassi gehen mit dem Hund bereit.

    Wer ist Gassigeher oder Dogwalker?

    Meist sind es private Angebote, die Studenten, Schüler, Rentner oder Hausfrauen aufgegeben werden. Daneben gibt es auch professionelle Hundesitter, die neben Hundebetreuung und Hundetraining auch Auslaufservice für Hunde anbieten. Allerdings finden Sie über die Suchmaschinen eine Reihe Websites von Tierheimen, die auf der Suche nach Personen sind, welche mit den Hunden Gassi gehen.

    Dogwalker schaffen Abhilfe, wenn der Hundehalter mal nicht kann

    Es gibt Situationen, die es Hundehaltern nicht erlauben, mit dem Gassi zu gehen. Dies kann beruflich, aber auch aufgrund von Krankheit, Terminen oder anderen wichtigen Dingen bedingt sein. Anders als eine Katze ist der Hund das Benutzen einer "Tiertoilette" nicht gewöhnt und in der Regel ist auch eine solche im Haushalt nicht vorhanden. Bei solchen Zwangslagen kommen Hundesitter oder Dog Walker ins Spiel, welche die Aufgabe des Hundehalters übernehmen und mit dem Hund spazieren gehen.

    Auslauf

    Sie sorgen dafür, dass der Hund ausreichend Auslauf hat und entspannt, ausgetobt und zufrieden zu seiner Familie nach Hause kommt. Die Mehrzahl der Hundesitter nimmt nicht nur einen Hund auf den Spaziergang mit, sondern mehrere. Damit der Hundesitter beurteilen kann, ob der Hund in das "Rudel" passt, ist ein Probelauf erforderlich.

    Hundesitter übernimmt das Dogwalking

    In der Regel übernimmt der Hundesitter den Hund für eine Auslaufzeit, die zwischen zwei und drei Stunden liegt. Die Hunde toben sich in den Einrichtungen aus, welche die Stadt oder Gemeinde dafür vorgesehen hat. In vielen Großstädten gibt es spezielle Hundeauslaufgebiete, in denen sich die Hunde treffen, miteinander spielen und toben können. Die Auslaufzeit richtet sich einerseits nach dem aktuellen Wetter und dem Befinden der einzelnen Hunde der Gruppe. Selbstverständlich nehmen Hundesitter auch auf das Alter des Hundes Rücksicht.

    Hundehalter

    Die Hunde werden entweder an einem bestimmten und vereinbarten Sammelpunkt abgeholt oder aber, wenn der Hundehalter berufstätig oder krank ist, von der Wohnung des Hundehalters. Selbstverständlich können Hundehalter und Hundesitter Absprachen bezüglich kleinerer Aufgaben vereinbaren. Dazu zählt meist die Fütterung oder die Abgabe von Medikamenten. Oft sind dieser kleineren Aufgaben im Service enthalten und verursachen keine weiteren Kosten. Zu beachten ist in jedem Fall, dass der Hundesitter für mehrere Hunde verantwortlich ist und die "kleinen" Aufgaben auch nur "wenig" Zeit beanspruchen dürfen.

  • Hundesitter brauchen eine Tierversicherung.

    In Deutschland gibt es nach Schätzungen rund 20 Millionen Haustiere. Hunde, Katzen, Vögel, Meerschweinchen und Hamster leben in jedem dritten Haushalt. Die Betreuung der Tiere macht keine Probleme. Anders sieht es während der Urlaubszeit aus. Nachbarn, Freunde oder Verwandte bieten eine Möglichkeit, während der Abwesenheit des Halters für das Tier zu sorgen. Sie sind vorübergehend für das Tier verantwortlich. Handelt es sich bei dem Haustier um einen Hund, ist die Aufsichtspflicht mit Risiken verbunden. Sind während der Abwesenheit des Halters keine anderen Personen für die Versorgung der Haustiere verfügbar, ist die Hundepension die nächste Anlaufstelle.

    Tierhalter Haftpflich

    Vertragsverhältnis

    Nach deutschem Recht geht die Person, die über einen bestimmten Zeitraum das Tier eines anderen versorgt, einen Verwahrungsvertrag ein. Dieses Vertragsverhältnis besteht zwischen Halter und Verwahrer, die Vereinbarung erfolgt üblicherweise stillschweigend und mündlich. Der Hundesitter" ist für den Hund, wenn wir beim Hund als Beispiel bleiben, verantwortlich. Er haftet für alle Schäden, welche das Tier in seiner Obhut verursacht. So schreibt es das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) mit seinen Paragrafen vor.

    Obhut

    Bevor eine Person ein fremdes Tier in seine Obhut nimmt, ist das Thema Versicherung anzusprechen. Die Mehrzahl der Hundebesitzer verfügen über eine Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Diese Versicherung schließt die Betreuung des Tieres durch private Hundesitter ein. Personen, welche Hunde- oder Tiersitting als Beruf betreiben, haben in der Regel eine Tierversicherung.

    Pflege durch Nachbarn oder Freunde

    Nachbarn oder Freunde, die den Hund vorübergehend in Pflege nehmen, sind mit der Hundehaftpflicht-Versicherung gegen Sach- und Personenschäden abgesichert. Auch enthalten private Haftpflichtversicherungen oft den Versicherungsschutz, wenn der Versicherungsnehmer fremde Hunde oder Pferde versorgt. Hunde sind, auch wenn sie gut erzogen sind, oft unberechenbar. Beißt ein Hund eine andere Person oder verursacht einen Verkehrsunfall, erreicht die Höhe des Schadens im Extremfall eine Summe, die in die Millionen gehen kann. Auch wenn der Hundehalter keine direkte Schuld am Unfall trägt, ist er verpflichtet, für die Behandlungskosten beim Arzt oder im Krankenhaus aufzukommen. Dazu kommen die Kosten für die Pflege der Verletzten, sein Verdienstausfall und oft stellt der Geschädigte Forderungen nach Schmerzensgeld. Hauptsächlich ist die Forderung nach Schadensersatz, welche nicht versicherte Tierhalter in den finanziellen Ruin treiben. Käfigtier wie Vögel, Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sind in der Regel nicht versichert, da bei ihnen nur ein geringes Schadensrisiko besteht. Eine Katze dagegen ist – ebenso wie Familienmitglieder – im Rahmen der private Familien-Haftpflichtversicherung mitversichert. Eine eigene Tierversicherung ist für Hunde und Pferde notwendig.

    Schadensfall

    Im Schadensfall übergibt der Versicherte die Unterlagen seiner Versicherung. Diese prüft, ob die Ansprüche gegen den Versicherten berechtigt sind. Ist dies der Fall, bezahlt die Versicherung. Sind die Ansprüche nicht berechtigt, wehrt die Versicherung diese, notfalls gerichtlich, ab.

  • Hundeprofi Heiko Grube im Interview

    Über Heiko Grube

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    Hundexperte Heiko Grube ist 45 Jahre alt, verheiratet und hat eine Tochter.
    Er arbeitet hauptberuflich als Höhen- und Tiefen-Retter bei der Bundeswehr.
    Nebenberuflich betreibt er mit seiner Ehefrau die Hundeschule Dogtraining Baumholder, mit der sich Familie Grube auf Problemhunde spezialisiert hat. Ehrenamtlich ist Heiko Grube mit meinem Hund Cooper (Bloodhound) bei der ASB Rettungshundestaffel des Kreis Birkenfeld tätig. Er führt den Hund Cooper im Bereich Mantrail zur Personensuche. Seine Frau bildet diesen Hund zum Besuchs- und Begleithund für Kitas, Schulen und Seniorenheime aus.

    Was sind die wichtigsten Eigenschaften, über die ich verfügen muss, damit das Verhältnis zwischen meinem Hund und mir passt?

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    Man benötigt einen gesunden Egoismus, eine gesunde Körpersprache gegenüber dem Hund und sollte konsequent in der Ausbildung seines Hundes sein. Wichtig ist, dass man den Hund in seiner Natur Hund sieht und nicht als Menschen, es gibt nichts Schlimmeres als seinen Hund zu vermenschlichen. Der Hund stammt vom Wolf ab und ist auch heute noch ein Raubtier, denn der Hund kann mit dieser übertriebenen menschlichen Liebe nichts anfangen.

    Wie kann ich erlernen, genau das zu erkennen, was mein Hund gerade fühlt und was sein Bedürfnisse sind?

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    Wie schon gesagt: Liebe ist für den Hund nicht verständlich. Menschliche wertbare Emotionen sind für den Hund nicht greifbar, das heißt man muss den Hund mit anderen Augen sehen, wenn man verstehen möchte wie sich unser Hund fühlt und was genau seine Bedürfnisse sind, sollte man die Körpersprache seines Hundes deuten und lesen können.

    Ein kleines Beispiel:

    Der Besitzer kommt nach Hause und fast jeder Hund steht Schwanz wedelnd an der Haustür und springt kurz darauf an seinem Besitzer hoch. Der größte verbreitete Irrtum ist zu glauben, dass sich der Hund freut das sein Mensch nach Hause kommt und der Mensch verstärkt dieses Verhalten daraufhin unbewusst, meistens mit nach vorne über beugen, anfassen und lautem reden und schimpfen.

    Aus der Sicht des Hundes

    Jetzt mal aus Hundesicht betrachtet: Der Mensch, der mich führen sollte und der von dem ich geführt werden möchte, kommt die Tür herein, nach dem er sehr lange nicht da war, da ich gerade nicht weiß wie er drauf ist entgegne ich ihm mal neutral und warte ab (Schwanz wedeln). Vielleicht sagt er ja gleich was ich tun soll? Hmm... er sagt nix. Was nun? Oh doch er sagt was "xknf wefhwe jiohew kjhwf noihwe oiehf" Ahja ok, was genau will er jetzt? Seine Körpersprache hilft mir gerade nicht weiter. Warum beugt er sich vorne über? Will er mich angreifen? Ich habe doch gar nichts gemacht. Ich will dir nichts tun Mensch sag mir was ich tun soll, ich war so lange ohne Führung. Ich springe mal hoch und mache mal meine Bitte deutlich. (Hoch springen). Oh ja toll jetzt ist er aggressiv und schimpft.

    Verhalten des Hundes

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    Der Hund ist schlichtweg einfach nur verunsichert ob nach langer Abwesenheit des Menschen immer noch die gleichen Regeln gelten, wie bei Verlassen des Hauses. Würde der Mensch mit einer für den Hund eindeutigen Körpersprache den Raum betreten und gleich dem Hund eine Aufgabe geben, würde der Hund gar nicht erst diesen Stress haben.

    Wie taste ich mich bei Hunden am besten heran, wenn sie eine schlechte Erfahrung gemacht haben und dann vom alten Besitzer zu mir gelangen?

    Am aller besten wäre es, wenn man genau wüsste welche schlechten Erfahrungen der Hund genau gemacht hat, nur das Problem ist immer, dass man nie die ganze Wahrheit erfährt. Wenn man weiß welche Probleme der Hund hat darf man auf keinen Fall etwas tun, das das Problem auslöst. Hunde funktionieren über eine einfache Reiz-Reaktion. Der Mensch setzt den Reiz und der Hund antwortet mit der erlernten oder für ihn sinnvollsten Reaktion. Leider nicht immer im Sinne des Menschen.

    Leider informieren sich Hundebesitzer vorher schlecht, sehen nur das arme Tier und wollen ihm helfen, weil bei ihnen hat er es ja besser und eider sieht der Hund das nicht so. Der Ideale Wunschgedanke wäre, wenn Hundebesitzer einen erfahrenen, extra dafür ausgebildeten Hundetrainer mitnehmen würden, wenn sie sich ein belastetes Tier aussuchen gehen. Ein erfahrener Hundetrainer kann den Hund testen und versteckte nicht erwähnte Probleme sehen. So könnte sich der neue Hundebesitzer Gedanken darüber machen ob er sich diesem Hund mit seinen Problemen gewachsen fühlt und ob er es schaffen würde diesem Tier zu helfen. Nun ist das Tier nun mal da, und das einzige was man ohne Hilfe tun kann, ist dem Hund tagtäglich neutral zu begegnen, ihn zu führen und ihn in eine Abhängigkeit zum Menschen zu holen um dann mit ihm positiv arbeiten zu können.

    In den USA sind Hundesitter sehr gefragt und in Deutschland steigt die Zahl der hauptberuflichen Hundebetreuer immer mehr. Wie schätzen Sie die Zukunft des Berufes "Hundesitter" ein?

    Der Beruf "Hundesitter" wird denke ich in naher Zukunft sehr großen Zuwachs bekommen.
    Ich hoffe, dass auch Hundesitter in naher Zukunft mit einer Genehmigungspflicht, so wie Hundeschulen seit August 2014, belegt werden, dass Hundebesitzer wissen, dass sie Ihre Hunde in wirklich erfahrene Hände geben.

    Welche Eigenschaften muss ein Hundebetreuer Ihrer Meinung nach mitbringen?

    Ein Hundebetreuer sollte eine gute Ausbildung in Bezug auf das Raubtier Hund haben, welche sich jeder suchende Hundebesitzer zeigen lassen sollte. Ein Hundebesitzer sollte sich gezielte Fragen im Bezug Kynologie Hund überlegen und diese dem Hundebetreuer stellen, sollten die Antworten ihn nicht positiv überzeugen, sollte man weiter suchen. Ebenso sollte ein guter Hundebetreuer in Absprache mit den Besitzern, den Hund genauso behandeln wie die Besitzer es tun. Das Raubtier braucht seine konsequenten Regeln und Rituale, so dass er nicht zu viel Stress hat, wenn ein anderer Mensch die Führung für eine kurze Zeit übernimmt. Der Wunschgedanke auch hier wäre, wenn die Betreuung im gewohnten Umfeld des Hundes und in Einzelhaltung stattfinden würde.

    Gibt es bestimmte Ausbildungen, die ein Hundeliebhaber, der Hundesitter werden möchte, absolvieren kann?

    Ich kann nur aus Erfahrung sprechen und dabei auf zwei Ausbildungszweige meiner Ehefrau Stephanie Grube verweisen. Ich rede von ihren Ausbildungen zur Systemhundberaterin nach S.D.T.S.® und zur Gebrauchshundausbilderin des DGHV. In diesen Ausbildungen geht es schwerpunktmäßig um die Körpersprache des Raubtieres Hundes und der Körpersprache des Menschen gegenüber dem Hund.

    Können Sie uns als Portalbetreiber ein paar Tipps mit auf den Weg geben, was wir bei der Anmeldung der Hundesitter beachten müssen?

    Nett das sie mich dies Fragen. Ich denke sie sollten darauf achten, dass die Personen volljährig sind (Tierschutzgesetz), eine aktuelle Haftpflichtversicherung zum Hundesitten haben und mehr an Erfahrung aufweisen, als "Ich habe Zuhause auch einen Hund" oder "Ich habe Hunde echt gerne". So etwas sind für mich keine positiven Voraussetzungen. Eine Ausbildung oder Fortbildung an einem anerkannten Institut sollte Voraussetzung sein, z.B. ein scharfes Messer zuhause zu haben macht mich noch nicht zu einem erfahrenen Koch.
    Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und das tolle Interview! - Dirk Schiff, Gründer von Hundesitter.de

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