Hundesitter

Hunde

Die Hunde

Wie man ja schon häufiger gehört hat, stammen die heutigen Haushunde vom Wolf ab. Jedoch ist die Hierarchie noch weitaus komplexer, als man glauben mag. Dennoch auch sehr interessant. Wenn man sich einmal die Genetik der Hunde, die von Fachleuten auch Canidae genannt werden, etwas tiefer ansieht, kann man feststellen, dass diese Rasse ihren Ursprung innerhalb der Überfamilie der sogenannten Hundeartigen hat. Doch gehören nicht nur die Haushunde, welche eine domestizierte Form des Wolfes sind zur Familie der Hunde. Darüber hinaus kann man auch den Fuchs, verschiedene Schakal arten, Kojoten und den Wolf selbst zu der Familie der Hunde bzw. Hundeartigen zählen.

Die Entwicklung

Nach vielschichtiger wissenschaftlicher Meinung, lässt sich die Entwicklung der Hunde auf „Miacis“ zurückführen. Damit werden kleine, schleichkatzenähnliche fleischfressende Säugetiere beschrieben, welche vor etwa 40 Millionen Jahren lebten. Aus diesen Säugetieren entstanden in späteren Jahrtausenden im Norden Amerikas die beiden Grundformen, Daphaenus und Cynodictis. Wärmend sich die erste Grund später zu den heute bekannten Baren entwickelte, prägte die zweite Form die Vorfahren der Hunde.

Der Lebensraum

Ihren Ursprung haben Hunde in vielen Ländern der Erde, Es gab Jedoch mit Australien, Neuseeland, Madagaskar, Neuguinea und der Antarktis auch einige Ecken, an denen sich wilde Hunde nie ansiedelten. Diese kamen erst viel später, mit den ersten menschlichen Siedlern ins Land. Heute kann man viele unterschiedliche Hunderassen auf allen fünf Kontinenten beobachten.

Die Physiologie der Hunde

Wie jede Tierart haben auch die Hunde bestimmte körperliche Merkmale, die sie auszeichnen. Dies bezieht sich insbesondere auf die Anzahl der Zehen und Zähne. So haben alle Camdae vier oder auch fünf vollständig ausgebildete Zehen an den vorderen Läufen, während man an den hinteren Läufen vier Zehen sehen kann.

Gebiss

Auch das Gebiss der Hunde ist recht komplex. So besteht das Gebiss von erwachsenen Hunden aus 42 Zähnen, die unterschiedliche Funktionen haben. Neben den vier Vormahlzähen, die so genannten Pränolaren, die sich jeweils im oberen und unteren Beriech des Kiefers befinden, verfügen die Hunde im oberen Bereich des Weiteren über zwei Mahlzähne und im unteren Bereich über drei Mahlzähne, die auch Molaren genannt werden. Bei jungen Hunden wachsen zunächst die Milchzähne. Diese unterscheiden sich im Gegensatz zu den späteren Zähen dahingehend, dass nur drei Vormahlzähne vorhanden sind. Die Mahlzähne entwickeln sich erst später.

Das Verhalten der Hunde

Eines sei hier gleich vorweg genommen. Eine grundlegende Meinung über die Verhaltensweisen der einzelnen Caniden Arten gibt es nicht. Dies liegt insbesondere daran, dass jede Art ihr ganz eigenes Verhalten aufweist. Auch wenn auf den ersten Blick so manche Verhaltensweise fast gleich scheint, gibt es dennoch einige Unterschiede.

Wolf und Hund

So mag das Verhalten von Wolf und Hund in Bezug auf die Jagd und das Erlegen der Beute für den Laien recht ähnlich erscheinen, dennoch haben beide Arten eine andere Auffassung davon. Ähnlich ist es auch, wenn man Füchse und Wölfe beobachtet. Hier unterscheidet sich bereits bei den Welpen insbesondere das Verhalten bei der Fütterung, welches sich schon ab der fünften Lebenswoche bemerkbar macht. Während kleine Füchse bei der Fütterung die einzelnen Brocken erst einmal auflesen, in der Nähe vergraben und diese später verzehren, stürzen sich junge Wölfe regelrecht auf ihr Futter und vergraben erst viel später den Rest der noch übrig bleibt.

Hund und Präriewolf

Neben all den Unterscheiden, die jede Art der Hunde so mit sich bringt, kommt es jedoch hin und wieder auch vor, dass zwei unterschiedliche Arten miteinander verkehren. So wurde bereits eine erfolgreiche Spielaufforderung zwischen Hund und Präriewolf, eine Unterwerfung zwischen Kojoten oder auch ein lebhaftes Spiel zwischen einem Wolf und einem Rotfuchs beobachtet.

Gemeinsamkeiten

Natürlich können neben den Unterschieden auch Gemeinsamkeiten nicht ausgeschlossen werden. So konnten Wissenschaftler bei allen Arten die soziale Begegnung durch gegenseitiges untersuchen von Ohren, Maul, der Genital- und Anal Zone sowie der Analdrüse als ein gemeinsames Verhalten beobachten. Einzig das Das Beschnüffeln der der Schwanzdrüse ergab Unterschiede. Während Rot-, Polar- und Graufuchs sowie der Präriewolf dieses Verhalten recht ausgiebig verfolgen, fehlt es beim Haushund völlig.

Der Haushund

Der Haushund, der wie man weiß, vom Wolf abstammt, ist heute nach seiner Domestizierung allgemein als Haustier in vielen Haushalten bekannt. Neben seiner Haltung als Familienhund, kommt es auch vor, dass dieser auf Bauernhöfen auch als Hütehund für Schafe oder als Wachhund zum Schutz eingesetzt wird. Der Haushund, dessen Domestizierung irgendwo zwischen 15.000 und 100.000 Jahren liegt, unterscheidet sich von wild lebenden und streunenden Hunden dahingehend, dass er durch seine Sozialisierung an das Leben mit Menschen in einer Gemeinschaft angepasst wurde.

Die Sinne der Haushunde

 
Eine wesentlich wichtige Rolle spielen auch die Sinne von Haushunden. Wenn man diese, mit den Sinnen eines Menschen vergleicht, kann man schnell feststellen, dass es bei m Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Tasten erhebliche Unterschiede gibt. Insbesondere beim Horen und Riechen sind Haushunde dem Menschen weit überlegen.

Das Hören

Der Hörsinn von Haushunden ist um ein Vielfaches ausgeprägter als der eines Menschen. Haushunde sind in der Lage viel höhere Frequenzen wahrzunehmen. Während es für menschliche Ohren bereits ab 2000 bis 4000 Hz sehr schmerzhaft in den Ohren werden kann, können Haushunde eine Frequenz von bis zu 8000 Hz problemlos überstehen. Das liegt in erster Linie daran, dass Hunde im Gegensatz zum Menschen dazu in der Lage sind, ihre Ohren zu bewegen. Dies lässt jeden Laut dreidimensional erscheinen lässt.

Das Sehen

Bisher ging man ja immer davon aus, dass Hunde beim Sehen lediglich dazu in der Lage sind, alles in Schwarz oder Weiß zu sehen. Neue Untersuchungen zeigen jedoch, dass auch Haushunde Farbe sehen kann. Hier gibt es aber, wie bei manchen Menschen, die Ausnahme, dass sie Rot und Grün nicht voneinander unterscheiden können.

Hundeauge

Wie beim Menschen besteht das Hundeauge aus einer großen Anzahl an Zapfen und Stäbchen. Während die Stäbchen das Sehen von verschiedenen Grautönen ermöglichen, können Hunde mit Hilfe der Zapfen auch Farben erkennen. Das Farbensehen unterscheidet sich im Gegensatz zum Menschen dahingehend, dass ein Hundeauge bei 430 nm– dem Blaubereich– am empfindlichsten ist. Das menschliche Auge hingegen ist erst in den 550 nm Bereichen bei grüner und gelber Farbe empfindlich. Eine Besonderheit bildet der Augenhintergrund. Dieser ist verspiegelt und verhilft den Hunden damit dazu, dass diese in der Dämmerung weitaus besser sehen können als Menschen. Darüber hinaus können die Augen von Haushunden nur Gegenstände wahrnehmen, die sich bewegen. Leblose Gegenstände werden ausgeblendet.

Das Riechen

Die Nase eines Hundes kann um ein Vielfaches mehr an Gerüchen aufnehmen als die menschliche Nase. Wie viele Riechzellen letztlich auf der Nase des Hundes zu finden sind, ist einmal von der Hunderasse selbst abhängig und davon wie groß die Hundeschnauze ist. Generell lässt sich aber sagen, dass Hunde in etwa zwischen 120 und 220 Millionen Riechzellen haben, während Menschen nur fünf Millionen besitzen.
Dass Hunde im Riechen wahre Meister sind, liegt in erster Linie an ihrer Atmung und an ihrem Gehirn. So sind Hunde in der Lage, bis zu 300 Mal in der Minute zu atmen, was dazu führt, dass die Riechzellen ständig mit neuen Gerüchen konfrontiert werden. Da die Nase des Hundes zudem rechts und links unterscheiden kann, versetzt das Gehirn den Hund dazu in die Lage „Stereo“ zu riechen. Dies macht die Hundenase besonders bei der Spurensuche unverwüstlich.

Das Schmecken

Auch der Geschmackssinn ist bei Hunden sehr ausgeprägt. Dies liegt daran, dass sich die Geschmacksknospen nicht nur auf der Zunge, sondern auch auf dem Gaumendach und am Schlund Eingang befinden. So kommt der auf insgesamt 1700 Geschmacksknospen. Damit die Hunde ihre Nahrung gut schmecken können verfügen sie über vier Paar Speicheldrüsen, die zwei Arten von Speichel produzieren. Während der wässrige ehr für Obst und Gemüse zuständig ist, ist der schleimige bei der Fleischnahrung wertvoll. Während des Fressens nimmt der seitliche Teil der Zunge so eher süße, salzige und saure Nahrung wahr, während die hintere Zunge bittere Speisen schmeckt.

Das Tasten

Der Tastsinn gehört zu den wichtigsten Sinnen der Hunde. Hierüber wird insbesondere durch Berührungen die soziale und emotionale Bindung zu anderen Hunden und Menschen geprägt. Hunde können durch zwei Rezeptoren auf der Haut so spüren, wann und wie sie berührt werden. Ob es eher sanft oder mit Druck geschieht. Neben der Haut können auch die Nase und die Lippen extrem auf Druck reagieren. Darüber hinaus können auch die Pfoten zum Tasten verwendet werden .Hier spüren Hunde vor allem auftretende Vibrationen. Aber besonders wichtig sind die Vibrissen. Diese befinden sich als Schnurrhaare im Gesicht des Hundes und dienen als Frühwarnsystem, um z. B. Zusammenstöße oder Augenverletzungen zu vermeiden.

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