Hundesitter

Dogwalker Ausbildung

Wer eine Hundetagesstätte betreiben, sich als Dogsitter oder Dogwalker selbstständig machen will, sollte sich ausgiebig mit dem Thema Hund befassen. In erster Linie ist es wichtig, die Verhaltensweisen des Hundes kennenzulernen. Der Hund schnappt nicht nach Luft, wenn er hechelt und sich laufend Schnauze und Nase beleckt; er fühlt sich in der Umgebung einfach unwohl und versucht sich durch das Hecheln zu beruhigen. Ein Mensch, der mit Hunden arbeiten will, muss so etwas einfach wissen, damit er die Signale des Tieres versteht.

Hundeführer

Ein Hundeführer, und das ist der Dogwalker im eigentlichen Sinne, muss sich in den Hund hineinversetzen können, damit eine "Kommunikation" zwischen Hund und Dogwalker überhaupt zustande kommt. Auf welche Signale der Hundeführer besonders zu achten hat, damit Frieden in der Hundegruppe herrscht, lernt er in den Lehrgängen, die für seine Tätigkeit als Dogwalker wichtig sind. Vom Gesetzgeber wird derzeit keine Ausbildung für den Dogwalker verlangt; für das Führen einer Hundetagesstätte ist jedoch eine Ausbildung zum Tierpfleger oder eine Sachkundebescheinigung notwendig.

Was macht ein Dogwalker?

Der Beruf Dogwalker hat sich in den letzten Jahren neben anderen Berufen wie Hundetrainer entwickelt. Die Idee stammt aus den USA und hat sich dort hauptsächlich in den Großstädten etabliert. Ist der Hundebesitzer verhindert, geht der Dogwalker mit dem Vierbeiner Gassi. Diesen Service nehmen auch in Deutschland immer mehr Hundehalter an, die aus beruflichen oder terminlichen Gründen ihren Hund nicht ausführen können.

Lehrgänge

Es ist für keinen ungeübten Menschen zumutbar, eine Gruppe von bis zu zehn Hunden gemeinsam auszuführen. Genau dafür ist ein Training notwendig, damit Hunde und Dogwalker vom Spaziergang positive Erlebnisse mit nach Hause bringen. In erster Line muss der Dogwalker die Gruppe sinnvoll zusammenstellen, was bedeutet, dass die Hunde einer Gruppe in etwa dieselben oder ähnliche Charaktereigenschaften haben. Weiterhin lernt der Dogwalker in den Lehrgängen, wie er die Hunde in seinem Fahrzeug sicher zum Zielort transportiert und auch in Situationen, die problematisch und schwierig erscheinen, stets den Überblick behält.

Qualifikation / Ausbildung: Dogwalker oder Hundesitter mit Sachkundenachweis

Personen, die eine Hundetagesstätte betreiben wollen, brauchen entweder eine Ausbildung als Tierpfleger oder einen Sachkundenachweis, dass sie sich mit Hunden auskennen. Dogwalker brauchen derartige Nachweise in der Regel nicht. Besser ist es, wenn der Dogwalker und Dogsitter eine entsprechende Ausbildung vorweisen kann. Ausbildungsmöglichkeiten zum Dogwalker bieten derzeit verschiedene Organisationen wie die Fachakademie für Hundetrainer, verschiedene Hundeservices und Schulungszentren an.

Unterricht

Die Gliederung sowie die Anzahl der Unterrichtsstunden ist bei jedem Lehrgangsträger unterschiedlich; doch alle haben neben der theoretischen Ausbildung auch die praktische Ausbildung im Pflichtprogramm. Unterschiedlich ist auch der Abschluss, der einerseits einen Sachkundenachweis gem. HundeGes. der Länder, ein Zertifikat, eine Abschlussprüfung mit Teilnehmerbestätigung oder eine sogenannte Dogwalkinglizenz.

Lehrgangsumfang

Die Fachakademie für Hundetrainer beispielsweise unterteilt ihren Lehrgang in vier Bereiche:
1. Hundeverhalten und Lernbiologie
2. Praxis
3. Gesundheit
4. Wirtschaft und Marketing.

Förderung des Lehrgangs zum Dogwalker

Der gesamte Lehrgang umfasst 208 Unterrichtsstunden und wird über den ESF-Bildungsscheck gefördert.
Bei einem Nürnberger Hundeservice umfasst die Ausbildung zum Dogwalker 440 Unterrichtsstunden; für den Dogsitter steht ein Workshop bereit, der einen Tag dauert. Von den 440 Unterrichtsstunden können 300 Stunden als Selbst-Lern-Unterricht außerhalb der Bildungsstätte, von zu Hause durchgeführt werden.
Eine ganz andere Unterrichtsstrategie verfolgt ein Berliner Schulungszentrum. Um am Lehrgang "Hund-Mensch-Berater" teilnehmen zu können, ist eine Eignungsprüfung notwendig. Auch das Schulungszentrum akzeptiert den Bildungsgutschein der AfA. Der Lehrgang erfolgt in Vollzeit und dauert fünf Wochen oder 187 Ausbildungsstunden. Diese Stunden teilen sich auf in

• Unterrichtsstoff 125 Stunden
• Nachbereitung 24 Stunden
• Praktikum 38 Stunden.

Gelehrt werden neben Gruppentraining konzipieren und durchführen auch die Methodenkompetenz, Fähigkeit zur Moderation, Rhetorik, fachliche Kompetenz sowie die kreative Umsetzung. In den verschiedenen Lehrgängen werden die angehenden Dogwalker über die wichtigen Hundegesetze sowie über die notwendigen Versicherungen informiert. Aber auch darüber, welches Equipment für einen Dogwalker notwendig ist und wie er sich als "Rudelführer" bei der Hundegruppe durchsetzt. Die Prüfung erfolgt in drei Schritten: schriftliche und mündliche sowie praktische Prüfung. Nach bestandener Prüfung ist der Teilnehmer Mensch-Hund-Berater. Seine beruflichen Aussichten sind gut: er kann als Dogsitter, Hundetrainer oder Dogwalker arbeiten sowie eine Hundetagesstätte eröffnen und führen. Einige Lehrgangsträger überprüfen die Lernqualität ihrer Studenten, indem sie Zwischenprüfungen durchführen.  Die Qualifizierung durch den Lehrgang bildet die Basis für eine Tätigkeit, die nach § 11 Abs. 1, § und 8f Tierschutzgesetz erlaubnispflichtig ist.

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